Mode braucht Persönlichkeit

By Samstag, Oktober 3, 2015 2 Permalink 1

Dass Mode von den Persönlichkeiten der Designer abhängt wissen wir alle. Sie ist maßgeblich. So zeigt sie Extravaganz, Zurückhaltung und ganz eigene Vorlieben der Designer. Dass Mode aber auch mehr und mehr durch Gesichter geprägt wird ist neu. Natürlich kennen wir die „Musen“, die die Designer zur jeweiligen Kollektion inspirieren und sie reflektieren. Jedoch treten solche immer mehr in den Hintergrund. Es sind nicht mehr unbedingt einfach nur Top Models, die wir in der Werbung und auf Laufstegen sehen. Es sind oft die Personen dahinter und ihre offensichtlichen Makel. Bereits in den 90ern konnten wir dieses Modell erleben. Die Top Models waren geboren und wir kannten sie durch die Medien. Cindy Crawford mit dem Leberfleck, die „kurvige“ lebenslustige Heidi Klum, das britische Model mit dem wasted Chic Kate Moss und last but not least Claudia Schiffer. Sie waren nicht einfach nur Models, sondern Stars.
Heutzutage brauchen Designer etwas mehr als Schönheit und tolle Mode, um Aufregung zu erregen. Naja, Karl Lagerfeld vielleicht nicht, der ist Aufregung genung, Donnatella wohl auch. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich glaube Shaun Ross war einer der Vorreiter für diese Bewegung. Er ist ungewöhnlich, nicht langweilig und bietet alles was Mode sein kann. Auf den Laufstegen sahen wir dieses Jahr unterschiedlichste Models. Wir sahen Models mit amputierten Gliedmaßen, in Rollstühlen. Models mit Gendefekten, Models in Übergröße, androgyne Models und Models mit Millionen von Instagram Followern.

 

Kendall Jenner und Gigi Hadid als Beispiel. Ich glaube beide waren bei den wichtigsten Schauen dabei. Unglaublich. Und ich denke sie haben es geschafft u.a. durch Social Media. Jeder kennt sie. Ihre Fanbase gehört zur Erfolgsgeschichte. Gigi zum Beispiel ist kein Top Model wie man es kennt. Mehr das Girl next door. Wunderschön, aber eben eine typische Schönheit. Sie wird sehr stark für ihr Aussehen kritisiert und doch oder gerade deswegen hat sie einen riesigen Erfolg. Es hat sich so viel getan in den letzten Jahren. Egal ob es nur um der Aufmerksamkeit wegen ist oder nicht. Dass es so ist, wissen wir alle. Trotzdem freue ich mich immer, wenn ich Denise Bidot, Ashley Graham oder Angelina Kirsch auf einem Laufsteg sehe. Es zeigt, dass die Laufstege offener werden. Mode und die Fashionweek gehört nicht mehr nur einem elitären Kreis von Leute aus der Szene. Auch wir „Normalos“ nehmen immer mehr daran teil. Mode wird gelebt und nicht nur gesehen. Ich freu mich über diese Entwicklung!

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2 Comments
  • Sophia / Simpulsant
    Oktober 4, 2015

    Hey Lisa, schön geschrieben! Und genauso ist es auch… Mode braucht Persönlichkeit und wir sind auf einem sehr guten Wege dahin 🙂

    Viel Spaß auf Mallorca, liebe Grüße Sophia

  • Lisa
    Oktober 24, 2015

    Ja Lisa, da hast du 100%ig recht! Mode schreit richtig gehend nach Persönlichkeit! Die Designer sind gefragt, die Models aber in weiterer Folge sind umso mehr wir gefragt, wie kombinieren wir verschieden Kleidungsstücke, wie setzen wir Accessoires ein etc. Ich liebe zum Beispiel total schlichte Kleider, vor allem in Hinsicht auf Farben. Diese ganzen Blumen-, Leoparden- und was es so noch alles gibt -Prints, mag ich persönlich eher weniger. Ich nähe auch gerne selbst alte Kleider um, um sie etwas spezieller zu gestalten, aber alles am Liebsten einfärbig. Zum Aufpeppen trage ich dann gerne eine knallige Tasche, oder eben ganz viel Schmuck. Ich habe vieles an selbstgemachtem Schmuck zuhause und eine große Sammlung an Pandora Anhängern. Gestern habe ich mir den Charm Zauberfee Anhänger von Pandora bestellt und diese wirklich genialen Ellipse Ohrringe von Calvin Klein, die sieht man hier in der Kategorie Weihnachtsgeschenke Schmuck gleich in der zweiten Reihe, der Anhänger ist weiter unten.
    Musen gibt es schon seit je her, dass die Models spezieller und nicht mehr nur diese „Beauty“Gesichter haben, finde ich wirklich sehr gut! Ich bin gespannt, wie hier die weitere Entwicklung aussieht!
    LG Lisa

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